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Heikles Planen am Wasser – aber Linz ist anders

Anmerkungen zum „Donaustrand light“ in Urfahr

Wasser zieht die Menschen seit jeher beinahe magisch an. Urban Waterfront – unter diesem Titel gibt es reihenweise internationale Projekte mit denen Städte den Lebensraum an der Wasserkante neu beleben. Diese Uferzonen sind ein hochsensibler Lebensraum, erfüllt doch die Kontaktzone Wasser-Land eine Vielzahl an Naturraumfunktionen (Biotopfunktionen, Wasserreinigung, Aufnahme und Lenkung der Wasserdynamik,..). Im innerstädtischen Bereich ist die Uferzone aber auch einer der intensivsten Erlebnis- und Erholungsräume über die Städte verfügen können.

Will man also das Potential dieses Hochleistungs-Lebensraumes auch für die Städter erschließen oder steigern, so ist ein Interdisziplinärer Planungsprozess eine bedingungslose Vorraussetzung.

In Linz an der Donau hält man von Planung nicht viel. Denn hier reagiert man auf Zuruf und missversteht diesen Zuruf dann auch noch gründlich indem laienhafte Skizzen zu hochsensiblen Projekten den Weg in die Öffentlichkeit finden, wie gerade eben die „Planung“ zum „„Donaustrand light“ in Urfahr. Die Pläne stammen von der NSL (Neue Schienenachse Linz). War wahrscheinlich ein „Freundschaftsdienst“, denn Ausschreibung dazu gab es keine (zumindest keine die den Weg in die Berufsgruppe der Freiraumplaner gefunden hätte). Der Plan signalisiert auch deutlich, dass wenig Fachkompetenz im Sinne der intersiziplinären Projektanforderung am Werk war.

Dabei hatten wir das schon einmal, mit der Facebook-Initiative „ein Strand für Linz“ im Jahr 2014. Damals jagte eine Planungsmisere die Andere. Das Thema Donaustrand funktioniert offenbar als Schlüsselwort und lässt die Stadtpolitiker in Wahljahren populistisch loslaufen ohne sich ihre Planungsverantwortung bewusst zu machen.

Denn die gäbe folgende Planungsabfolge vor:

  • Nutzungs-Raumdefinition –  Nibelungenbrücke bis zur Eisenbahnbrücke / Voestbrücke intensive Kontaktzone / beidseitiger Erholungsraum mit Wasserzugangsmöglichkeit, Nibelungenbrücke Stromaufwärts Anlegestellen für Tourismus
  • Analyse der Raumsituation einschließlich Gefahrenpotentialen im Wirkungsbereich (also auch von Ersatzländenflächen)
  • Erstellen eines Masterplanes / Gesamtkonzeptes
  • Detailplanung von Projektabschnitten

Ein transparenter Prozess in Form von Planerwettbewerben oder aber leistungssichernden Planerausschreibungen für die einzelnen Stufen ist erforderlich.

Als Landschaftsarchitektin sehe ich in Linz ein besonderes Defizit in der qualitätssichernden Freiraumplanung. Unsere Aufgabe ist es die spannungsvolle Beziehung zwischen Mensch und Natur zu definieren. Auch Freiräume am Wasser können durchaus Ökologie und Erholungs- und Freizeitnutzung vereinen, eine professioneller Planungsprozess muss aber das Fundament dafür bilden.

Verfasserin: Olga Lackner I Naturplan Landschaftsarchitektur

Titelbild: (Quelle:www.linza.at)

Wettbewerbsprojekt (1.Preis) Modellstadt St. Goar im Weltkulturerbe Oberes Mittelrheintal von RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten

Wettbewerbsprojekt (1.Preis) Lennepromenade Plettenberg von Club L94 Landschaftsrachitekten

 


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Das Glück im Garten finden – GardenING

GPL2-Dr-S-Graz_04-2010GardeING – Ideenfindung so individuell wie Ihr Garten. Verwandeln Sie Ihren Garten mit Hilfe erfahrener IngenieurInnen der Garten- und Landschaftsarchitektur in Ihren Traumgarten.

Der Gesamteindruck zählt, dies gilt auch für den Garten. Der perfekte Garten ist weit mehr als Rasen, Beet und Terrasse. Nach Tjards Wendebourg hat gute Gestaltung viel mit den Empfindungen des Betrachters zu tun – aber auch mit gestalterischen Prinzipien, wie klare räumliche Gliederung, nachvollziehbare Ordnungsprinzipien, durchdachte Funktionen, harmonische Proportionen, abgestimmte Farben, wohlgesetzte Akzente, geplante Kontraste und abgestimmte Materialien. Gartengestaltung wird darüber hinaus durch eine dynamische Komponente bestimmt, der Entwicklung der Pflanze. Gerade bei der Pflanzenverwendung, aber auch bei Materialkomposition, den Proportionen und der Schlüssigkeit im Bezug der einzelnen Elemente zueinander zeigen viele Gartenanlagen Schwächen.

Die Beratung durch Garten- und LandschaftsarchitektInnen setzt Ihre Wünsche und Ideen in das Zentrum der Planung und Garten-J-Ausführungkreiert daraus das stimmige Gesamtbild. Möglicherweise wissen Sie nach 2 bis 3 Stunden Beratung mit kleinen Skizzen schon genug. Oder es werden einzelne Bereiche im Gespräch behandelt. Erwarten dürfen Sie kreative Lösungansätze, Material- und Bepflanzungsvorschläge.

Ein meistens digital erstellter Plan entwickelt für Ihren Garten, oder auch nur Teilbereiche und Problemzonen, ein Gesamtkonzept. Die Planer leiten Sie bei Bedarf durch weitere Schritte der Gestaltung. Dabei ist es ganz gleich, ob Sie selber in Ihrem Garten Hand anlegen wollen oder ein ausführendes Unternehmen mit der ganzen oder teilweisen Umsetzung betrauen möchten. Der Vorteil ist, dass die Leistung modular aufgebaut ist. Sie können genau so viel Beratung und Planung beauftragen, wie Sie zur Gestaltung Ihres Gartens benötigen. Das kann beim Vorentwurf aufhören, kann aber auch sämtliche Leistungsphasen bis zur Ausschreibung und Bauüberwachung einschließen. In jedem Fall ist gardenING produktunabhängig und individuell.

Ob Wohngarten, Dachterrasse, Innenhof oder Gartenteil, Spielzone oder aber Firmengelände – lassen Sie sich von Jenen inspirieren die sich täglich mit Planung, Pflanzen, Outdoor-Trends, Materialien und neuen Produkten beschäftigen. Sie werden feststellen, dass gute Planung sich immer bezahlt macht.

GardenING-Partner finden Sie unter:Garten-E-Ausführung

www.ingenieurbüros.at

www.oegla.at

www.gartenberatung.info

Verfasserin: Olga Lackner Naturplan Landschaftsarchitektur

 

 


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Das Glück im Garten finden – Comeback der Gladiolen

Mit etwas Aufwand und Kreativität können mit Gladiolen eindrucksvolle Sommer-Farbakzente und imposante gestalterische Effekte im Garten gesetzt werden.

Die Gladiolenblüte ist zweifellos ein Höhepunkt im Sommerblütenfest. Schwertern gleich ragen die prachtvollen Blüten gegen den Himmel. Der Name kommt aus dem Lateinischen, „gladius“ bedeutet Schwert, weshalb die Gladiole auch Schwertblume genannt wird. Die wilde Gladiole, die Siegwurz galt zudem als unbesiegbar machend.

Es gibt drei unterscheidbare Gruppen. Zwerggladiolen sind die Kleinsten der Gattung. Sie werden etwa 60 Zentimeter hoch und blühen früher als ihre großen Schwestern. Sie eignen sich, ähnlich den Tulpen, als Rabattenstars in Blumenbeeten oder auch für Töpfe. Die großen Gladiolen benötigen eine Stütze sobald sie 30 bis 50 cm erreicht haben, weshalb der Standort etwas bedächtiger gewählt werden sollte. Die Riesengladiolen können eine Höhe bis zu 1,5Meter erreichen, während die Butterfly-Gladiolen etwas kleiner bleiben.

Alle Gladiolen kommen von Mitte April bis Anfang Juni in die humose, durchlässige Erde. Der Abstand zwischen den Knollen beträgt 15 bis 20cm. Drei Wochen später erscheinen die ersten Blätter und bereits im Juni startet die Blüte mit den Zerggladiolen. Im Herbst vor dem ersten Bodenfrost müssen die Knollen wieder aus der Erde genommen und über den Winter trocken und frostfrei gelagert werden.

Die hohen Pflanzen bringen viele Farben in den Sommergarten: von weiß, gelb, orange bis rot und allen pinktönen, gibt es auch grüne Blüten und neu bei den Butterfly-Gladiolen auch Blautöne. Mehrfarbige Sorten oder unterschiedlich akzentuierten Schlundzeichnungen runden das Spektrum ab. Eine untypische aber sehr aparte Schönheit ist die Sterngladiole (Gladiolus murielae), deren sternförmige Blüten einen zarten Duft verstömen und deren Blüten gleichsam über den Beeten schweben.

Die in Österreich einheimische Sumpf-Siegwurz (Gladiolus palustris), ebenso die Wiesen-Siegwurz (Gladiolus imbricatus) sind inzwischen vom Aussterben bedroht. Ein Grund eine der kleinen „Wilden“ im eigenen Garten zu pflanzen. Was die Wildgladiole jedoch keinesfalls verträgt ist Düngung. Somit sind die Wildsorten eine ideale Gesellschaft für pflegeleichte Horstgras-Stauden-Arrangements an feuchteren und auch schattigen Standorten. Werden Gladiolen für die Vase geschnitten so sollten immer einige Blätter zurückbleiben damit die Pflanze Reserven sammeln kann.

Die Knollen wurden früher übrigens als Mehlersatz verwendet und die Blüten einiger Arten können auch gegessen werden.

Verfasser: Olga Lackner Naturplan Landschaftsarchitektur

veröffentlicht im Kurier OÖ KW18-2014


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Das Glück im Garten finden – Austrian Beauties!

OLYMPUS DIGITAL CAMERAEin international anhaltender Trend in der Gartengestaltung ist die zunehmende Verwendung einheimischer Pflanzen. Denn sie bestechen durch ihre Vorteile wie geringen Pflegeaufwand, sie benötigen kaum Bewässerung und ebenso wenig Dünger. Einige der „Austrian Beauties“ möchte ich heute vorstellen.

Für sonnige und trockene Standorte kann Anthericum ramosum, die Rispige Graslilie empfohlen werden. Sie wird bis 70cm hoch, blüht von Juni bis August in zarten ästigen Blütenständen, wurzelt tief und erträgt somit Trockenheit sehr gut. In Gemeinschaft mit Melica nutans, dem nickenden Perlgras oder Briza media dem Herz-Zittergras können Rosenbeete mit diesen Pflanzen hervorragend begleitet werden. Eine färbige Ergänzung ist Allium carinatum der Kiel-Lauch, der in zartem violett ebenfalls von Juni bis September blüht und sehr gerne von Hummeln angeflogen wird. Als Heilkraut ist er zudem appetitanregend, blutfettsenkend, entzündungshemmend, harntreibend und verdauungsfördernd und kann kleingeschnitten wie junge Zwiebeln und Schnittlauch eingesetzt werden. Eine weitOLYMPUS DIGITAL CAMERAere verspielte Wildpflanze mit Farbakzent ist Aquilegia vulgaris, die Gewöhnliche Akelei. Das leichte Gift der wenig bekannten Heilpflanze verliert sich durch Erhitzen oder Trocknung der Pflanze. Sie kann somit als Tee getrunken werden um den Stoffwechsel anzuregen und das Blut zu reinigen.

Für einen halbschattigen Standort eignet sich Geranium phaeum, der Brauner Storchschnabel, eine präalpine Pflanze die bevorzugt an Gebüschsäumen wächst. Die ausdrucksstarken purpur-schwarzen Blüten erscheinen von Mai bis Juni. Eine mit ihrem Farbaspekt ergänzende Füll- oder Begleitstaude mit schönen Blättern ist Alchemilla monticola der Bergwiesen-Frauenmantel, ein Dauerblüher von Mai bis August. Ebenso eine Ergänzung von Gehölzrandbereichen ist Lathyrus vernus die Frühlings-Platterbse die von April bis Mai blüht und 30 – 80cm hoch wird.

Deschampsia cespitosa, die Rasenschmiele ist ein heimisches Horstgras das gut zu Aconitum napellus dem Echten Eisenhut passt. Der blaue Eisenhut ist jedoch als Giftpflanze für Tierhalter weniger empfehlenswert. In der Natur an feuchteren Standorten zu finden ist Iris Sibirica die Sibirische Schwertlilie, die jedoch auf normalen Gartenböden in aller Regel bestens zurechtkommt und sogar kurzfristige Trockenheit verträgt.

Die Pflanzung der Österreichischen Schönheiten (www.wildblumen-pointl.at) lohnt somit in mehrfacher Hinsicht, denn sie sind auch Futterpflanzen für die heimische Tierwelt.

 

Autorin: Olga Lackner, Landschafts- und Gartenarchitektin

www.naturplan.at

 


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Das Glück im Garten finden – Gartentrends 2014

Wir Hobbygärtner sind ein unterschiedliches Volk. Für die Einen ist der Garten Rückzugsort und für die Anderen ein Ort um zu repräsentieren. Aber für Alle gibt es auch heuer wieder Trends die das „Garteln“ beeinflussen.

 Die wichtigsten Trends die uns im Garten 2014 erwarten sind

  1. Natur als Inspiration: Einheimische Pflanzen* rücken auch im Garten in den Vordergrund. Sie sind robust und benötigen wenig Pflege und Versorgung, wie beispielsweise die Gelbe Skabiose, die Rosen-Malve oder der Große Ehrenpreis.
  2. Sitz- und Essplätze: Das Wohnzimmer wandert immer mehr ins Grüne, dies zeigt sich vor Allem an den Sitzplätzen –die neuen pflegeleichten Lounge-Garnituren sind bequem und chic. Wir genießen die gemeinsamen Mahlzeiten im Garten. Damit wird die Terrassen- und Essplatzgestaltung zur Stilfrage, um sich in den Gartencharakter perfekt einzufügen.
  3. Landschaftsarchitektonisch gestaltete Gärten: strukturierte und professionell gestaltete Anlagen erleichtern auch die Pflege, die auch 2014 nicht überhand nehmen soll. Der Stil reicht dabei von modern-funktional bis hin zu detailreich gestalteten, romantischen Landschaftsgärten.
  4. Erholungselemente nehmen zu: Wellness im Garten ist auch 2014 gefragt mit Pools, Badebiotopen und Whirlpools, aber auch Daybeds, Liegen, Swingchairs und Hängematten oder (ganz neu) Hängezelten. Sie machen den Garten zunehmend zum Erholungsort.
  5. Gemüse und Früchte im Garten: Starten Sie dieses Jahr mit der vollwertigen und biologischen Selbstversorgung aus Ihrem Garten. Säulenobst ist heuer der Renner, denn es passt auch in kleinste Gärten. Ein Trend sind weiterhin Hochbeete und verschiedenste Behälter wie Schiebtruhe, Kübel, Badewanne.
  6. Outdoor-Küchen, Grill- und Feuerplätze: sie machen den Garten zum „hot-spot“.
  7. Beleuchtung: Geben Sie Ihrem Garten ein verändertes Aussehen durch Lichterketten in Bäumen und leuchtendes Mobiliar. Neu sind Garten-Stehleuchten wie beispielsweise ALI BABA FIACCOLA (auf http://www.lampenwelt.at) oder die Tischlampe „Edison the petit“ von fatboy.
  8. Fertiglösungen: Ein zunehmender Trend sind vorgezogene Pflanzen. So beschleunigen bereits in Form geschnittene Hecken in Meterlänge, größere Bäume, aber auch Solitärstauden und größere Exemplare von Einzelgräsern die Gartengestaltung.

 

Verfasserin: Olga Lackner, Garten- und Landschaftsarchitektin, Naturplan Landschaftsarchitektur

www.naturplan.at      Tel. 06765107468      office@naturplan.at


Ein Kommentar

Eine Strandbar für Linz – Wird Stadtplanung zum Wunschkonzert?

Medial lässt sich in Linz wohl alles steuern. Ein Strand für Linz wird von einer Gruppe von vier Frauen initiiert, die sich namentlich lange nicht zu ihrer Initiative bekennen und hauptsächlich über die (social-)Medien spielen. Damit geben sie einer Eventagentur ohne Planungssensibilität die Chance eine Strandbar an der Donaulände zu forcieren und damit Gehör bei den verantwortlichen Politikern zu finden. Aus Sicht der Landschaftsökologie ist ein Strand in Linz kein standortgerechtes Gestaltungsprojekt. Aber wer spricht von Gestaltungskompetenz – 6800 Facebook-likes können nicht irren!

Als Landschaftsarchitektin habe ich mich zuletzt im Rahmen des Projektes “ Ideen für Linz“ (initiiert von Lorenz Potocnik) mit einer sensiblen zeitgemäßen Entwicklung der Donauzone im Linzer Stadtgebiet beschäftigt. Die Analyse der Bestandssituation zeigte, dass die Vorgabe der Stadt, in diesem Bereich eine gastronomiefreie Zone zu erhalten durchaus Sinn macht. Dennoch kann ein Bedarf an gastronomischem Angebot geortet werden. Höchste Zeit also für die Stadtplaner eine zeitgemäße Weiterentwicklung des städtischen Donauabschnittes mit Experten-Know-how in die Wege zu leiten. In der Vergangenheit wurden ernsthafte Planungsansätze für diese Zone seitens der Stadt bereits im Keim erstickt. Doch nun wird auf medialen Zuruf ernsthaft über die Umgestaltung der Donaulände zur Beacharea mit Eventgastronomie nachgedacht. Sollte die medial geforderte Strandbar tatsächlich Realität werden, wäre sie ein Synonym für die Planlosigkeit der Linzer Politik.

Beim vorliegenden Text handelt es sich um einen Leserbrief der in den OÖ-Nachrichten am 17.2.2014 abgedruckt wurde

Verfasserin: Dipl.-Ing. Dr. Olga Lackner

Landschaftsarchitektin & Landschaftsökologin


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Das Glück im Garten finden – Kurvenspiel

Bringen Sie Schwung in Ihren Garten – und entspannen Sie Sich.

Neueste Untersuchungen haben ergeben, dass wir runde Formen in Räumen schöner und angenehmer finden als eckige Formen. Dennoch leben wir in einer Welt voll Ecken und Kanten.

Ein Blick in die Gärten zeigt, dass auch hier die Geradlinigkeit dominiert.  Dabei fordert uns die Natur geradezu zum Kurvenspiel heraus. Pflanzen  beispielsweise können nur durch Schnitttechnik in gerade Formen gezwungen werden.  Ein geschwungener Weg der sich zwischen üppigen Pflanzbeeten  durchwindet bringt Spannung in die Gartengestaltung. Führt er in dieser Art um ein Haus oder hinter eine Wand, wächst automatisch die Neugier was sich denn dahinter verbergen mag.  Je üppiger die Pflanzen sind, die den Weg begleiten umso stärker wird der Effekt. Wird der Weg zur Spirale steuert man auf einen Höhepunkt zu.

Großzügig geschwungene Beetränder die den Rasen säumen bringen Dynamik in den Garten und verleihen ihm eine leichte und spielerische Note. Eine Hangzone lässt sich gut mit Serpentinenwegen erschließen. Dadurch erspart man sich teure Treppenanlagen. Der Kurvenweg ist behindertengerecht und erleichtert gleichzeitig die Gestaltung und Pflege der Böschungen. In der Kehre lässt sich ein Sitzplatz anlegen der einen neuen Blick in den Garten eröffnet.

Auch bei den Outdoormöbeln ist Rund bereits zum Trend geworden. Ein besonders schönes Beispiel ist Swingrest von Dedon  (www.dedon.de), aber auch viele Loungemöbel präsentieren sich neuerdings in runder Form. Der modulare Charakter – das Zusammenstellen von Einzelelementen – entspricht dem Kreis oder Oval besonders. Runde Möbel werden zu Schlüsselelementen im Garten, denn Kreise sind in jedem Fall ein Hingucker. Sie vermitteln Geborgenheit und Geselligkeit und bringen uns zur Ruhe.

Nutzen Sie also die entspannende Wirkung der Kurven im Garten.

Olga Lackner ist Landschafts- und Gartenarchitektin

lackner@naturplan.at


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Das Glück im Garten finden – Viele Wege führen durch den Garten

Wege im Garten erfüllen viele Funktionen: sie verbinden die Ausgänge des Hauses mit jenen Punkten im Garten die für uns wichtig sind. Sie sind also in erster Linie Zweckbauten. Gleichzeitig gliedern Wege den Garten. Sie erzeugen aber auch Stimmungen und unterstreichen den Gartenstil. Grund genug sich eingehend mit der Weganlage zu beschäftigen.

Markieren Sie den künftigen Weg mit Holzpflöcken und Schnüren um zu sehen wie er sich in den Garten einfügt. Experimentieren Sie ruhig etwas mit der Linienführung und bringen Sie dadurch Spannung in den Garten. Die Wegbreite sollte zwischen 60cm und 1,20m liegen und kann auch innerhalb eines Weges variieren.

Die Materialwahl  hängt von der Nutzung des Weges ab. Für untergeordnete Wege wie beispielsweise im Gemüsegarten genügt Rindenmulch oder Kies als Belag. Tragen Sie dazu den Boden ca. 10cm tief zwischen der gespannten Schnur ab. Legen Sie ein wasserdurchlässiges Geotextil aus – es verhindert dass Kies oder Rindenschnitzel ins Erdreich wandern und unterdrückt Unkrautaufwuchs. Randsteine schaffen einen klaren Randabschluss. Erschließungswege wie beispielsweise  die Verbindung vom Garteneingang oder der Garage zum Haus benötigen ebenso wie Terrassen einen anspruchsvolleren Belag, üblicherweise aus dem gleichen Material. Die Anlage ist aufwendiger, die Vorbereitung des Untergrundes wichtig. Verlegt werden kann im Sand- oder Kiesbett, wodurch der Belag wasserdurchlässig bleibt. Alternativ kann im Betonbett verlegt werden.

Individuelle Lösungen geben dem Garten eine persönliche Note, wenn beispielsweise größere Steinplatten im Kiesweg als bequeme Trittplatten verlegt werden oder Rundholzscheiben als „Pflasterung“ Verwendung finden. Erstellen Sie Betonabdrücke von Rhabarberblättern und verlegen Sie diese als geschwungenen Trittplattenweg im Rasen zum Leseplatz oder an den Teich.

 

www.naturplan.at


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Skandalöser Umgang mit dem Freiraum

Ein Projekt das sich Parklife nennt, ein Raumprogramm mit einem von der Stadtplanung  vorgegebenen öffentlichen Park von 3000 Quadratmeter und der Hinweis, dass der Landschaftsarchitekt eingespart wurde! Vergleichsweise könnte etwa basierend auf den Festlegungen eines Flächenwidmungsplanes der Hochbauarchitekt eingespart werden – Stadtbauamt, Planungsabteilungen der Bauträger und Ausführungsfirmen könnten ja die Planung miterledigen!

Man kennt den Zusammenhang zwischen Freiraum und Lebensqualität. Planungskonsequenz, und damit die Gestaltungsqualität, enden jedoch mit der Flächenvorgabe. Übersehen wird, dass damit ein Qualitätsproblem geschaffen wird, das enorme volkswirtschaftliche Auswirkungen hat. Je mehr baulich verdichtet wird umso höher ist der Anspruch an die ökologische, soziale und technische Funktionsfähigkeit der Freiräume. Dass bei einem derartigen Projekt keine adäquate Fachplanung erfolgt ist skandalös!

Leserbrief zum Artikel „Am Ende doch grün“ im Spectrum der Samstag-Presse (Seite IX) vom 1.Juni 2013

Autor:  Olga Lackner, Landschaftsarchitektin

www.naturplan.at


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Das Glück im Garten finden – Gut geplant heißt viel gespart!

Haben auch Sie tausend Bilder im Kopf wie Ihr Garten aussehen könnte und denken, dass ein toller Garten nicht zu bezahlen ist? Stimmt nicht. Denn der Traumgarten ist weniger eine Frage der finanziellen Mittel, als vielmehr eine Frage der Kreativität und des Sinns für Räume, Formen, Farben, Pflanzen und Materialien. Fehlentscheidungen in der Raumaufteilung lassen nicht selten einen ganzen Garten missglücken. Dann werden beispielsweise Sitzplätze nicht angenommen weil die Aufenthaltsqualität fehlt. Pflanzengedeihen nicht so richtig, weil der Standort nicht geeignet ist.

Schon ein einfacher Plan von einem Landschafts- und Gartenarchitekten erstellt kann Sie bei der Umsetzung Ihrer Gartenideen unterstützen. Der Planer kann wertvolle fachliche Ratschläge geben wenn Sie die Umsetzung selber in Angriff nehmen möchten und er begleitet Sie bei der Auswahl der Ausführungsfirmen. Professionelle Gartenberatung verhindert Fehlinvestitionen! Wenn zum Beispiel ein Schwimmbad aus finanziellen Gründen erst zu einem späteren Zeitpunkt errichtet werden kann, hilft ein fachgerechter Plan dabei den Garten vorausschauend anzulegen und die späteren Maßnahmen bereits mit zu berücksichtigen. Gartenberatung verhindert auch Fehlinvestitionen in falsche Pflanzen und ungeeignete Materialien.

Der Garten wird zunehmend zum Ausdruck des persönlichen Lebensgefühls. Der Traumgarten rückt auch für junge Familien oder Garteneinsteiger in greifbare Nähe wenn Sie ein professionelles Konzept erstellen lassen. Denn dann haben Sie den Plan selber in der Hand und können entscheiden wie Sie weiter vorgehen möchten – ob Sie beispielsweise bauliche Maßnahmen selber durchführen oder aber jede Pflanze mit viel Liebe an den richtigen Ort setzen möchten.

Ein Netz von professionellen Gartenberatern in Ihrer Nähe findenSie unter http://www.gartenberatung.info/